1. Beginnen Sie bei Vertriebskanal und Termin
Ein Geschäft braucht Breite in kleinen Mengen, ein Amazon-Händler wenige Produkte unter einer Marke und ein Campingplatz eine Ausstattungsliste für eine feste Zahl von Einheiten. Notieren Sie den Ziel-Verkaufspreis, die Menge, die Sie in einer Saison verkaufen können, und die Länder, in denen Sie verkaufen. Dann schauen Sie in den Kalender: Der Campingverkauf in Europa zieht ab April an, die Ware sollte also vorher ankommen. Die Bestelltermine finden Sie auf unserer Seite zum Ablauf.
2. Suchen Sie Hersteller, nicht nur Listings
Plattformen zeigen viele fast identische Angebote, und zahlreiche davon stammen von Handelsfirmen. Verlangen Sie die Gewerbelizenz, prüfen Sie Alter und Exporthistorie des Unternehmens und bitten Sie um einen Videoanruf aus der Produktion. Wenn Sie Ihre Marke auf ein Produkt setzen möchten, brauchen Sie den Hersteller.
3. Vergleichen Sie Angebote nach den Kosten frei Haus
Senden Sie jedem Lieferanten dieselbe Spezifikation und fragen Sie nach Stückpreis, Mindestmenge, Verpackung, Kartongröße, Bruttogewicht und Produktionszeit. Kartondaten zählen beim Camping mehr als in den meisten Kategorien. Bei Zelten, Kühlboxen und Klappmöbeln zahlen Sie für den Platz, sodass der günstigste Stückpreis zum teuersten Produkt frei Haus werden kann.
4. Testen Sie Muster wie Ihre Kunden
Bauen Sie das Zelt auf und besprühen Sie es. Pumpen Sie die Matte über Nacht auf. Setzen Sie sich mit der angegebenen Last auf den Stuhl. Füllen Sie die Thermoskanne. Bewahren Sie ein freigegebenes Muster als Referenz für Produktion und Kontrolle auf.
5. Vereinbaren Sie die Bedingungen schriftlich
Halten Sie Spezifikation, Verpackung, Etiketten, Liefertermin und Qualitätsstandard im Vertrag fest. Wenn Sie Ihr Logo ergänzen, geben Sie vor Beginn der Serienproduktion ein Vorproduktionsmuster frei.
6. Kontrollieren Sie, bevor die Ware die Fabrik verlässt
Ein Problem in Europa zu beheben ist langsam und teuer. Eine Kontrolle vor dem Versand prüft Menge, Verarbeitung, Funktion, Verpackung und Etiketten anhand einer statistischen Stichprobe (AQL). Zahlen Sie den Restbetrag erst, wenn Sie den Bericht gesehen haben.
7. Wählen Sie den Transport
Seefracht passt meist zu sperriger Ware, die Bahn ist ein Mittelweg für gemischte Bestellungen, Luftfracht ist für Muster und dringende leichte Ware. Lithiumbatterien reisen als Gefahrgut, und nicht jeder Frachtführer und jede Route nimmt sie an. Rechnen Sie damit, dass die Kapazitäten vor den Werksferien im Januar–Februar knapp werden.
8. Zoll und MwSt.
Der eingetragene Importeur gibt die Einfuhranmeldung ab, zahlt den Zoll nach dem Zolltarifcode und die Einfuhrumsatzsteuer. Außerdem brauchen Sie eine EORI-Nummer. Der Zoll unterscheidet sich je Produkt, prüfen Sie den Code also für jeden Artikel, bevor Sie Ihre Marge berechnen.
9. Machen Sie das Produkt verkehrsfähig
Seit dem 13. Dezember 2024 gilt die GPSR für Verbraucherprodukte in der EU, und ein Produkt braucht eine verantwortliche Person in der EU, bevor es in Verkehr gebracht wird. Importeure haben nach Art. 11 eigene Pflichten. Für Artikel mit Lebensmittelkontakt, Batterien und Elektronik kommen weitere Vorschriften hinzu. Unsere Qualitätsseite listet sie nach Produkttyp auf.
Die Alternative
Wenn Sie lieber nicht der Importeur sein möchten, kaufen Sie über einen EU-Importeur: Sie erhalten eine EU-Rechnung, kontrollierte Ware und einen Preis frei Haus. Genau das machen wir. Senden Sie uns Ihre Produktliste und vergleichen Sie mit Ihrer eigenen Kalkulation.

